Schrei- und Schlafstörungen sog. Regulationsstörungen

 

Nach wissenschaftlichen Erkenntnissen haben etwa 20 % der Säuglinge frühkindliche Regulationsstörungen. Diese bezeichnet man als Schrei-, Ess- und Schlafstörungen.

Bei der Schreiproblematik können die Säuglinge nicht mit normalen Beruhigungsmethoden in die Entspannung oder in den Schlaf finden.
Die Säuglinge müssen entweder permanent von den Eltern getragen oder gefüttert werden, um nicht zu schreien, oder sie brüllen trotz der Beruhigungsversuche. Für die jungen Eltern stellt dies eine extrem belastende Situation dar.
Die wissenschaftliche Definition eines Schreibabys nach der „Wesselschen Dreierregel“ lautet: Innerhalb von 3 Wochen an 3 Tagen der Woche 3 Stunden lang schreien.
Bei benötigter Hilfe sind Eltern selbstverständlich auch bei Nichterfüllung dieser Regel herzlich eingeladen zu uns zu kommen.

Wir unterstützen Sie und ihr Baby/Kind durch Gespräche und anhand sanfter, körperorientierter Methoden. Wir helfen, eigene Kräfte und Ressourcen zu entdecken, damit Sie mehr Ruhe mit-einander finden und sich als Eltern kompetent fühlen können.

Manifeste Essstörungen behandeln wir nicht, es sei denn, sie entstehen aufgrund von erhöhtem Stressaufkommen der verunsicherten Mutter und des hektischen Babys.

Schlafstörungen stellen sich meistens erst ab dem 7. Monat ein. Sie lassen sich unterteilen in Einschlaf- und Durchschlafstörungen.
Laut der humanistischen Schlafforschung ist die Tag-Nacht-Regulation eines Kindes erst im Alter von ca. 6 Jahren abgeschlossen. Daher sollte nicht vorschnell von einer Schlafstörung ausgegangen werden. Bei stundenlangen Einschlafritualen, sehr langen Wachphasen oder einem Aufwachen im Takt von 30-90 Minuten spricht man von einer Störung
Natürlich ist der Stressfaktor im familiären System ein wichtiger Anhaltspunkt, weswegen jeder Fall  individuell geklärt werden sollten. Auch hier gilt: Bei benötigter Hilfe sind Eltern selbstverständlich auch bei Nichterfüllung der oben genannten Punkte herzlich eingeladen zu uns zu kommen.

Unsere Schlafberatung ist bindungsorientiert und nicht verhaltenstherapeutisch.

Der Schlaf ist der tiefste Entspannungszustand, den Menschen haben können. Säuglinge können diese Entspannung anfangs nur mithilfe der Mutter erreichen. Mit der Ablösephase, im Alter von 7 bis 8 Monaten beginnt die Ich-Bildung. Mit Ihr verstärkt sich die Autonomie und das symbiotische Verhalten verringert sich wechselseitig (Eltern/Kind).

Bei schwierigen Geburten oder traumatischen Erlebnissen in der Vergangenheit der Eltern kann diese Ablösung oft nicht sicher stattfinden. Durch Angst, massive Verunsicherung, Verletzung, Todesängste oder Todeserfahrungen können sich tiefgreifende Loslassprobleme im familiären Bereich manifestieren. Sie können sowohl im Körper der Mutter, des Kindes und /oder des Vaters gespeichert sein. In unserer Arbeit gilt es, diese Probleme aufzuspüren, zu erkennen und zu lösen.

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