Schwierige bis traumatische Geburten / postpartale Depression

Oft wird von der Geburt etwas Schönes und Kraftvolles erwartet. Dieses Erleben ist jedoch meist nicht realistisch, da die Rate von Klinikgeburten mit Komplikationen (z.B. PDA, Kaiserschnitt, Vakuum) sehr hoch ist. Aufgrund von Einsparungen im Personalbereich in den Kliniken ist eine adäquate Begleitung kaum noch möglich.

Nach der Geburt empfinden viele Mütter statt Glücksgefühlen eher Unsicherheit, Versagen oder Angst bis hin zu tiefen Depressionen. Selbst der Anblick ihres Kindes hilft ihnen nicht, aus diesen negativen Emotionen heraus zu kommen.

Nach einer schwierigen Geburt können neben den negativen Emotionen durchaus auch positive Gefühle vorhanden sein. Bei einer traumatischen Geburt hingegen werden Todesängste und extremste psychische Belastungen ausgestanden und können zu emotionalen Abspaltungen führen.

Dass nicht nur die Mütter, sondern auch die Säuglinge einiges an Schmerzen aushalten müssen, ist an den Stresssymptomen nach der Geburt zu erkennen

In unserer Arbeit gehen wir davon aus, dass die Mutter und/oder das Kind körperliche und psychische Verletzungen/Defizite durch die Geburt erlitten haben. Diese gilt es aufzuspüren, zu erkennen und aufzulösen.
Bei schwierigen bis traumatischen Geburten und postpartalen Depressionen wird Frau und Kind, Zeit gegeben, über die nicht verarbeiteten Erlebnisse zu sprechen. Die Verletzungen werden in Gesprächen bewusst gemacht und den dazu gehörigen Emotionen Raum gegeben. Um aus Stresssituation heraus zu kommen, werden Entspannungstechniken wie Atemübungen oder Massage erlernt und praktiziert. Bei schwerwiegenden Fällen muss zusätzlich therapeutische und / oder psychiatrische Hilfe in Anspruch genommen werden.

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